Unsere Geschichte
Die Steffensbühne wurde von Magdalena Groot 1943 in der St.-Stephani Gemeinde gegründet. Sie spielte anfangs mit verwachsenen Gemüsesorten. Mit dem Neubau des Gemeindehauses Stephani in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde im Gemeindehaus eine feste Handpuppenbühne installiert. Meist spielten zunächst Konfirmanden, die von Frau Groot auf ihre Spieltauglichkeit geprüft wurden. Frau Groot holte mit dem Handwagen ihre Kinder zu den Vorstellungen ab, man sah sie dann bei den Spielterminen auf der Obernstrasse in Bremen. Gespielt wurde nach dem Prinzip der Hohnsteiner, deren Gründer Max Jakob um 1920 den Kasper spielte, der mit Witz und Verstand seine Probleme löste, nicht aber mit Gewalt. Dieses Spielprinzip verfolgen wir noch heute. Max Jakob selbst hatte Verbindung zu Frau Groot und besuchte eine Vorstellung der Steffensbühne. Traditionell ist auch der niedrige Eintritt, es kam damals und noch heute uns darauf an, das Handpuppenspiel zu verbreiten und haben daher keine kommerziellen Interessen. Nachdem die Bühne einige Jahre leer stand und nicht mehr bespielt wurde, erfolgte eine Neugründung Anfang der 90er Jahre. Wir fanden noch 40 Original Hohnsteiner Handpuppen vor und eine Bühnentechnik, die den Erfordernissen der 50er Jahre entsprach. Durch die Einnahmen aus dem Theatercafe und den, wenn auch niedrigen Eintrittspreisen konnten wir inzwischen die Technik vollumfänglich ausstatten, zum spielen stehen uns inzwischen 115 Hohnsteiner Handpuppen zur Verfügung. Inzwischen gehört unsere Bühne zum Kulturgut der Gemeinde. So erhielten wir nach der Fusion der Gemeinden Stephani und Michaelis und dem damit verbundenen Umbau des Gemeindehauses Doventorsteinweg eine neue Bühne, die vollumfänglich unseren Anforderungen entspricht. Und wir vor 80 Jahren, das schönste für uns sind unser Publikum, die Kinder, die begeistert mitgehen, wenn der Kasper sie bittet, ihm zu helfen.